1976 Reise Paris & Atlantik

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1976 Reise Paris & Atlantik

Beitragvon Peter » Fr 14. Sep 2018, 19:44

Unsere erste grosse Urlaubsreise mit dem Motorrad.

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Alle Bilder dazu hier ....

Im Sommer 1976 gings voll bepackt mit der kleinen CB350Four nach Paris.
Nach der Besichtigung des Schlosses von Versailles an einem Freitag nachmittag
kam es zu einem Auffahrunfall rechts vor links.

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Hier die Abfahrt vom Schloss kurz vor dem Unfall.

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Der Unfallgegner Jacques war bei der Stadtverwaltung im Dienstwagen einem R4 unterwegs,
der bei dem Einschalg ein paar Schrammen abbekam. Nach der Klärung des Unfallhergangs
wurde klar, daß mich die Schuld traf, da mir ein Bus rechts von mir den Einblick nahm. Als
er stoppte dachte ich er lässt Passagiere aussteigen und ich gab Gas, worauf wir auf den
querenden R4 auffuhren der plötzlich auftauchte. Dabei wurde die Lampe der CB350
beschädigt und der Lenker stand krum.

Jacques nahm uns mit zu seiner Dienststelle um seinen Chef zu fragen, ob er
Schadensersatzanspruch wegen der Schrammen stellen möchte. Nach einer
kurzen Besichtigungen meinte dieser jedoch lapidar, dass die paar Kratzer eine
Zierde für das Auto darstellten. So verrissen das Unfallmeldeformular für die
Versicherung und warteten im Büro bei einem Kaffee auf das Dienstende von
Jacques. Die Zeit vertrieben wir uns mit flicken der Löcher in meiner Jeans.

Als Jacques dann Feierabend hatte nahm er uns in seinem Privat-PKW
wieder zum Unfallort um die Honda abzuholen und zu einem Händler zur
Reparatur zu fahren. Dort angekommen teilte man uns mit, das eine
Reparatur sooo schnell nicht möglich wäre. So kauften wir einen neuen
Scheinwerfer und ich lies mir von den Honda-Jungs erklären, wie ich
die Schrägstellung des Lenkers durch lösen der Gabelbrücke oben und
unten selber beheben konnte. In der Garage stelle mir Jacques sein
Werkzeug zu Verfügung und ich richtete den Lenker und tausche den
Scheinwerfer (mit gelber Glühbirne) in der Garage aus.

Derweil hatte Jacques Frau etwas zu Abendessen zubereitet und nach
getaner Arbeit wurden wir zum Essen eingeladen. Am Ende fragen Sie uns
was wir denn noch so alles für den Abend geplant hätten und wir sagten,
dass wir eigentlich noch Paris bei Nacht besuchen wollten. Spontan luden
die beiden uns zu einer Stadtrundfahrt in ihrem Auto ein. Sie kurvten
mit uns in der ganzen Stadt rum und zeigten und die ganzen Sehenswürdigkeiten.
Den Abschluss des Abends machten wir noch in einem kleinen Café am Mont-Martre
hinter der Sacre Coeur. Von dort hatte man einen atemberaubenden Ausblick
über das nächtliche Paris. Danach ginge es wieder zurück zum Haus der beiden wo
die Honda in der Garage abgestellt war. Lange nach Mitternacht kamen wir dann
am Zeltplatz an der Marne vor den Toren der Stadt an - und das ganze ohne Navi !!!

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Am nächsten Tag packten wir alles ein und fuhren mit einen paar weiteren Zwischenstopps der Loire entlang. Hier beim Stop bei Orleans.

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Wir erreichten unser Ziel Mimizan Plage und schlugen dort für einige Tage unser Quartier auf.
Die Wartung der Kette wurde mit Maschinenfett aus einem Nivea-Döschen und Tempos
vor Ort durchgeführt. Kettenspray gab es damals noch nicht. Kettenspannung prüfen und
nachspannen war ja eh klar ....

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Wir genossen die Freizeit am Meer.

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Gekocht wurde auf dem Esbitkocher in der eigens mitgenommenen Teflon-Pfanne.
Paella dazu gab es im Supermarkt auf dem Campingplatz.

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Viel zu bald hies es wieder die Honda packen

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Auf dem schnellsten Wege ging es dann wieder der Heimat entgegen.
Au revior la France - wir kommen wider ....

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Lange Zeit fuhr ich noch den französischen Scheinwerfer mit der gelben Glühbirne
als Erinnerung an die Erlebnisse an unseren ersten Urlaub.
Grüße - Peter
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