2013 Hebebühnen - meine Erfahrungen

Lacke / Farben / Zusatzmittel / Werkstattausrüstung / Transporthilfen

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2013 Hebebühnen - meine Erfahrungen

Beitragvon Peter » Do 17. Jan 2013, 18:20

Im Jahr 2004 erhielt ich zum Geburtstag etwas Entlastung für meine Knie und meinen Rücken.
Eine Hebebühne - man wird ja auch nicht jünger und die Gerätschaften immer billiger
an jeder Ecke angeboten.

Die Schenker hatten sich für das Modell Artikel Nr. 70005 von SON-TOOLS in Lennestadt entschieden.
Der Preis lag damals bei EUR 435,00 frei Haus.

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Technische Daten :
Die max. Last wird mit 400 kg angegeben.

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Bedienung :
Zum heben der Last gibt es einen Wellenzapfen zum hochpumpen auf den ein Hebel mit Vierkant aufgesteckt wird.
Ein anderer Hebel unter einer Abdeckung ermöglich das Ablassen.

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Zum Sichern der Last wird ein Bolzen eingesteckt der dann auf dem WInkel aufliegt und die Last übernimmt,
so daß die Hydraulik drucklos ist, was die Dichtungen entlastet.

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Hinten befindet sich eine Auffahrklappe, die in ein größeren Löchern mittels zwei Bolzen einghängt
wird und gegen herausfallen mit je einem Splint gesichert ist.

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Ein herausnehmbares Einlegeblech unter dem Hinterrad soll dessen Ausbau erleichtern.

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Gegen verschieben der Hebebühne befinden sich neben den vorderen Lenkrollen je ein federbelasteter
Feststeller, der die Last auf den Boden überträgt.

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Qualität :
Die Lackierung ist chinesischer Standard. Keine Grundierung sondern ledigglich angeblasen. Die Gewinde
der Feststellter ud Klemmschraube für das Vorderrad sind auch einfach mit lackiert, wobei die Stellen
die sich in der Mutter befinden blank sind (nicht mal geschmiert ...) DIe Lenk- und Bockrollen machen eine
schlechten und sehr groben Eindruck ebenso wie der Vierkant der Hebelei.

Praxis :
Die angegebene Last von 400 kg wollte ich in Form MEINES Motorrads nich auf die Hebebühne stellen.
Der Hubzylinder mag zwar in der Lage sein die Last zu heben, jedoch ist das Blech der Bühne zu schwach
dimensioniert. DIe Bühne wackelt schon bei Mootträden wie eine Z1000 (ca. 250kg). Also ne 6-Zylinder
Z1300 da drauf - nicht wirklich !!

Die Funktion der Feststeller ist ungenügend, so daß die Hebebühne auf normalem Werksattboden beim aufschieben
des Motorrades verrutscht. Es braucht da schon Unterstützung einer Person, die die Bühne gegen verrutschen
sichert oder man muß sie auf dem Boden befestigen.

Das Herausnehmen des Einlageblechs gestaltet sich nicht einfach, da Versteifungen eingeschweißt sind
die dies behindern.

Gut gefällt mir die Sicherung mit den Steckbolzen. Dieser sowie der Winkel wo er aufliegt
bekommt halt mit der Zeit und abhängig von der Last entsprechende Druckstellen und Verformungen.

Der Hubzylinder und die Hydraulik waren stets dicht und haben funktioniert.

Fazit :
Für die angebene max. Last NICHT geeignet. Ansonsten brauchbar, wenn man mit der
mäßigen Ausführungsqualität keine Probleme hat. Die Hebebühne sollte aber auf jeden Fall
auf dem Boden befestigt werden.
Grüße - Peter
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2013 Hebebühnen - meine Erfahrungen Fortsetzung

Beitragvon Peter » Do 17. Jan 2013, 18:21

Im Jahr 2012 hat mir Kiyohsi seine stabilere Hebebühne verkauft.
Da die alte Bühne wie bereits ausgeführt zu labil war habe ich diese Armin
weiterverkauft, der das Ding entsprechend verstärkt in seine Werkstatt einbauen wird.

Die neue Bühne ist aus stärkerem Strukturblech zusammengeschweißt und hat
etwas größere Bockrollen aus Kuststoff gegenüber dem Gußrollen der alten.

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Die Lenkrollen sind auch nicht wirklich besser.

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Bei Übenahme leckte die Hydraulik am Zylinder und mußte abgedichtet werden da sich schnell eine
große Lache auf dem Werkstattboden bildete. Ein O-Ring im Zylinder hat sich an der blanken Stellschraube
verabschiedet.

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Als Absturzsicherung sind links und rechts je eine Rastenklinke angebracht, die beim drücken des
Ablaßhebels mechanisch anhebt und die Bühne senken läßt.

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Die Funtion der Klinken war aber nicht gegben, so daß dich bei dem vorhandenen Ölverlust die Bühne absenkte.
Der Grund dafür ist die mangelhafte Lagerung der Klinken bzw. deren unkorrekte Einstellung.

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Zudem sind die beiden Zugfedern die die Klinken einrasten lassen sollen zu schwach dimensioniert was
ebenfalls zur mangelhaften Funktion beiträgt.

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Die Feststeller sind die selbe Kosntruktion. DIe Qualität der Ausfühung ist gelinde gesagt bescheiden.
Die Federn können sich verdrehen und stellen eine Verletzungsgefahr dar.

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Fazit :
Stabilere Ausführung mit grüßerem Eigengewicht. Muß überabeitet und sollte auch auf dem Boden befestigt
werden. Hydraulikleck mußte abgedichtet werden. Die Federn and den Feststellern müßen geändert und die Zugfedern
für die Klinken verstärkt werden.

Die beiden Beispiele zeigen wieder, daß Qualtität seinen Preis hat. Ich persönlich nehme wo es bloß geht
von sämtlichen Produkten aus China Abstand. Lieber zahle ich mehr dafür als für CE Produkte mein
Geld auszugeben.

CE = China Export
Grüße - Peter
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Beitragvon Peter » Sa 2. Nov 2013, 20:56

Nachdem der Hydraulikzylinder den Druck nicht hält und die Rastung die Hebebühne
nicht in der oberen Position hält, habe ich ein U-förmiges Teil machen lassen, das
als Anschlag eingetzt werden kann um das Absinken der Bühne zu verhindern.

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Grüße - Peter
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